Sonntag, 9. März 2008

Argentinische Freunde

Gestern wurde von San Andres eine lustige Veranstaltung oganisiert.

Alle internationalen und einige argentinische Studenten haben sich getroffen, um sich bei Sportcompetitions kennenzulernen. Es war sehr witzig, weil die Spiele für die verschiedenen Mannschaften etwas den Aufgaben von Takeshi's Castle ähnelten - und manchmal konnten wir vor Lachen nicht weiter!

Man sehe die Bilder:










Am Ende haben je zwei Argentinier einen Internationalen zur Betreuung für das ganze Semester ausgesucht.

Meine Anfitriones Majo und Debo

Debo war mal 3 Monate als Austauschschülerin in Deutschland und spricht super deutsch! Sie freut sich jetzt wie ein Honigkuchenpferd, dass sie jemanden zum üben hat. Ich dagegen möchte natürlich Spanisch üben und so spricht sie mit mir deutsch und ich mit ihr spanisch:-)

Am Abend hat sie mich zum Grillen zu ihren Freunden eingeladen und anschließend gingen wir alle zusammen feiern.

Sonntag, 2. März 2008

Jetzt wird es ernst!

Die letzten Tage der vergangenen Woche hatte ich an der San Andres sogenannte Orientation Days: Infoveranstaltungen für die internationalen Stundenten (wir sind insgesamt 35 aus allen möglichen Ecken der Welt). Ab heute haben wir eine Woche Zeit verschiedene Vorlesungen zu besuchen und uns für 3-4 entscheiden. Eigentlich habe ich bereits 3 gewählt und diese sind auch von der EUFH genehmigt worden, aber mal schauen, vielleicht finde ich ja DIE Vorlesung meines Lebens:-)

Heute war es jedenfalls schon mal ganz gut: hab Marketing und Gestion de las Operaciones (Operations Management) besucht und war ganz erstaunt darüber, dass ich ja schon mehr oder weniger der Vorlesung folgen kann. Gut, in Marketing lag es wahrscheinlich daran, dass ich die 4 P's schon 20 mal in Deutschland durchgenommen hab:-)

Ich hab schon mal geschrieben, dass der Campus von San Andres atemberaubend ist. Aber alles im Leben hat bekanntlich seine Vor- und Nachteile. So muss ich um bei den Vorlesungen dem Vogelgezwitscher zuhören zu können und mich in den Pausen auf der Riesenwiese unter Palmen und Sonne ausruhen zu können, ca. 1,5 Stunden für den Weg zur Uni aufwenden. Sie liegt nämlich am äußersten Rand von Buenos Aires. Dazu nehme man den Bus, dann den Zug und dann 25 Min Fußweg... Aber es gibt ja auch viele Bücher, die ich noch lesen möchte!

Mein Spanischkurs geht auch langsam zu Ende. Am Mittwoch habe ich Abschlussprüfungen (schriftlich und mündlich) und eine Präsentation über die Gauchos.

Und noch eine Neuigkeit: ich hab eine Wohnung! Zusammen mit Laurene und einem Spanier im Viertel Palermo. Da ziehe ich am Mittwoch hin. Bilder folgen!

Hier ein paar Fotos von den letzten Tagen:


Beim Pubcrawl letzten Samstag


Die Straßen von Buenos Aires: der Blick aus einer Bar


Mein UBA-Spanischkurs. Die im pinken Oberteil ist die Dozentin Carolina


Laurene's Geburtstag

So, und ich widme mich jetzt den Gauchos!

Dienstag, 26. Februar 2008

Bocatango

Gestern stand wieder mal was typisch Argentinisches auf dem Programm: die Tangoshow. Und die war der H A M M E R! Das war das Beste, was ich hier bisher erlebt habe.

Bocatango findet, wie schon der Name sagt, im Viertel la Boca statt und ist eine richtige Touristenattraktion! Denn (und das unterscheidet diese Show von allen anderen in Buenos Aires) dem Zuschauer wird die Atmosphäre der 20er Jahre (also die Zeit, wo der Tango geboren wurde) in Buenos Aires vermittelt.

Man kommt in einen Innenhof, der von den Boca-typischen bunten Häusern umgeben ist.



Von Schauspielern, die im original 20er Jahre-Look gekleidet sind, wird man durch die stilechten Zimmer in den Häusern geführt.





Danach geht es zum (natürlich typisch argentinischen) Essen, das vom Bandeonspieler musikalisch begleitet wird.



Anschließend geben die Schauspieler im Hof ein kurzes Theaterstück, das das Leben der Immigranten in la Boca in den 20er Jahren darstellt (Zuschauer werden auch miteingebunden :-)).



Erst danach fängt im Kabarett-Saal die Tangovorstellung an. Leider durfte man während der Show keine Fotos machen, aber ich kann nur eins sagen: es war grandios! Die professionellen Tänzer unterscheiden sich natürlich weltenweit von den Straßentänzern, die ich hier mittlerweile schon gewohnt bin. Unglaublich wie sie sich bewegt haben – bin ganz neidisch geworden!:-)

Sollte jemand von euch mal in Buenos Aires landen – das ist DIE Pflichtveranstaltung!

Bin immer noch ganz hin und weg:-)

Karneval

Samstag früh machten wir uns auf den Weg in die kleine argentinische Stadt Gualeguaychu (an deren Aussprachfähigkeit man sicherlich den Alkoholpegel messen könnte). Diese ist für ihre Karnevalshow bekannt, die im Februar jeden Abend stattfindet und dem brasilianischen Karneval ähnlich ist.

Nach 3 Stunden Fahrt und dem Aufenthalt auf einer Beach Party, die für Gualeguaychu genauso bekannt ist wie Karneval, gingen wir zum Karnevalstadion, um uns das Schauspiel anzuschauen.
Ich muss sagen, es hat mich nicht wirklich umgehauen. Es ist ein ganz normaler Karnevalszug mit halbnackten Mädels mit vielen bunten Federn, die nicht einmal tänzerisch etwas drauf hatten... Der ganze Spaß dauert 3 Stunden und außer den Kostümen ändert sich während dieser 3 Stunden nichts!

Und für so etwas lassen sich die Argentinier begeistern? - *GÄHN*

Naja, ein paar Fotos habe ich trotzdem gemacht. Vielleicht findet ihr es ja besser als ich!

Freitag, 22. Februar 2008

Ausflug zur Uni

Heute sind wir zum Mittagessen in die Universidad de San Andres eingeladen worden.

Das Hauptgelände der Uni liegt am Rande von Buenos Aires, ca. 1 Stunde vom Zentrum entfernt. Der Vorort heißt Victoria, liegt am Fluss Tigre und ist ein Naherholungsgebiet für die Porteños (Bewohner von Buenos Aires).

Obwohl ich den Campus schon mehrmals auf Prospekten und Flyers bewundern konnte, hat mir die Live-Erscheinung heute regelrecht die Sprache verschlagen - ein Riesengelände mit unendlich großen Grünflächen, supermodernen Gebäuden und Vogelgezwitscher in einer (für Buenos Aires ungewöhnlich) ruhigen Gegend. Hier ein paar Impressionen:







Tja, da werde ich die nächsten 5 Monate studieren:-)

Nach dem leckeren Mittagessen mit unseren Betreuern und der kurzen Tour durch die Unigebäude gab es einen Ausflug mit einem Katamaran auf dem Fluss Tigre.






Auf den kleinen Inseln haben sich die Argentinier Landhäuser gebaut, zu denen sie nur mit einem Boot Zugang haben - Kleinvenedig in Buenos Aires.



Ein toller Ausflug:-)
Und das tollste an allem: die Betreuer haben uns gesagt, dass wir unser Spanisch im Vergleich zum ersten Tag wesentlich verbessert haben. Ich hoffe, dass sie das ernst meinen!

Juhu, Fortschritte!:-)

Sonntag, 17. Februar 2008

Summer in the city

Nach dem letzten Flop-Wochenende verbrachte ich die vergangenen Tage in Buenos Aires bei den Temperaturen um die 35°C. Selbst die Argentinier jammerten, dass es ihnen zu heiß ist!

Natürlich war wieder mal viel Action... Angefangen mit der Zirkus-Akrobatik-Show am Freitag (auch ein Teil des kulturellen Programms), die einfach nur beeindruckend war: irgendwo im Hof eines Kulturzentrums, mit mangelhafter Bühnentechnik und Amateurkostümen. Aber was die Jungs und Mädels gekonnt haben ist unbeschreiblich! Mir ist so oft die Luft weggeblieben beim Zuschauen!




Anschließend haben wir, Mädels vom Spanischkurs, eine argentinische Studentin von San Andres getroffen und sind dann zusammen was trinken gegangen.

Am Samstag war es so heiß, dass ich meine Badesachen genommen habe und zu der Laurene gefahren bin. Sie wohnt wie ich in einer Gastfamilie und hat einen Pool im Garten, wohin wir uns auch für den ganzen Tag verkrochen haben.

Abends ging es dann auf eine Party, die extra für die internationalen Studenten organisiert war, wo aber mindestens die Hälfte der Anwesenden Argentinier waren. Und wieder typisch argentinish: obwohl die Party um 12 angefangen hat, ging es erst um 3 richtig los. Und es wurde dann bis in die Morgenstunden gefeiert. Da braucht man entweder eine Kanne Kaffee oder eine ausgiebige Siesta am Tag davor, sonst hält man es mit der Müdigkeit nicht aus!

Und heute (nachdem ich gegen Nachmittag aufgewacht bin) gab es Steaks vom richtigen Asadogrill! Es schaut wie ein kleines Häuschen aus, ist aus Ziegelsteinen gebaut, hat einen Schornstein und steht in jedem argentischen Garten. Ich weiß nicht ob es an der Konstruktion des Grills liegt oder an etwas anderem, aber ich hab noch nie im Leben so leckeres Fleisch gegessen wie heute Nachmittag!!!! Außer dem Salz ist das Fleisch gar nicht gewürzt, aber es ist so zart und saftig und schmeckt etwas nach Rauch. Ich bin bei jedem Biss dahingeschmolzen!!!

Dario am Asado

Soviel zu meinem Wochenende. Morgen geht's wieder ans Lernen!

Donnerstag, 14. Februar 2008

Meine 2. Open-Bus-Tour

Buenos Aires muss weiter erkundet werden!

Die erste Woche war ich bisher nur im nördlichen Teil der Stadt gewesen: Belgrano, Recoleta, Palermo, Zentrum. Das sind die vornehmeren Gegenden mit schöneren Häusern, höheren Mieten und Sicherheitsleuten (sowas wie private Polizisten) an jeder Ecke.

Die ärmeren Gegenden befinden sich eher im südlichen Teil von Buenos Aires, wie z.B. das berühmte Viertel La Boca (dem Heimatviertel der Boca Juniors) mit seinen bunten Häusern und Hafenflair. Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen und beschloss gestern wieder die südliche Route mit demselben Oben-Ohne-Bus wie auch beim ersten Mal zu machen.

Also stiegen wir (Laurene, Helena und ich) am Nachmittag in unseren "Colectivo" und los ging's!

La Boca hat mich wirklich beeindruckt, denn es unterscheidet sich radikal von dem Buenos Aires, das ich bisher kennengelernt hatte!



Früher wurde dieses Viertel vorwiegend von Hafenarbeitern benutzt. Diese wurden für Ihre Arbeit öfters in Naturalien bezahlt u.a. mit Schiffslack. Das erklärt die bunte Bemalung der Häuser.



Heute ist es zu einem Muss-Touristenziel in Buenos Aires geworden mit zahlreichen Tourishops, Straßentangoshows und Restaurants.



Allerdings raten alle davon ab abends in diese Gegend zu fahren, denn ein Armenviertel mit hoher Kriminalität ist es auch heute noch, was abseits der Touristenmeile nicht zu übersehen ist...





Und plötzlich merkt man, dass man sich in Lateinamerika befindet... Dieses Gefühl kriegt man in Buenos Aires eigentlich soviel wie nie, so europäisch wie diese Stadt in den vornehmeren Gegenden ausschaut!

Ich bin schon gespannt was sich hier noch alles entdecken lässt!

Übrigens die Hitze ist wieder zurück! *Schwitz*